Unbedingt empfehlenswert: Stockholm Marathon 2016

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Um es vorweg zu nehmen: der Stockholm Marathon ist grandios und eine Reise absolut wert. Es war ein großartiges Erlebnis bei allerbestem Wetter und fantastischer Stimmung an der Strecke. Ehrlicherweise staunt man vorher und unterwegs nicht schlecht, dass Stockholm recht hügelig ist – manch einer fühlt sich an „Die Straßen von San Francisco“ erinnert, aber das ist nur eine Extraportion Herausforderung.

Marathon, Stockholm, 2016

Strahlend blauer Himmel dicht am schwedischen Midsommar, Gastfreundschaft und Vorfreude empfingen uns schon am Freitag – die ideale Einstimmung auf den Stockholm Marathon. Ein schneller Blick ins für alle offene Olympiastadion, die Extraportion Motivation eingeatmet und schnell auf die Marathonmesse, um die Startunterlagen zu holen. Eine Besonderheit des Stockholm-Marathons ist nämlich a) der Tag des Laufs (Samstag) und b) die Startzeit (12 Uhr)! Da empfiehlt es sich, nicht noch beim Frühstück oder dem restlichen Samstagvormittag in unnötige Hektik zu verfallen.

Die Marathonmesse war klein, aber fein (wie der Marathon selbst mit ca. 16.000 Teilnehmern auch) und aufgrund des eindeutigen Sponsorings des Stockholm Marathons durch Asics klar von dieser Marke dominiert.

Samstag Morgen konnte man es wie viele andere Marathon-Teilnehmer im Hotel auch zunächst gemütlich angehen lassen, ausgiebig und überlegt frühstücken, ausgeruht und entspannt zum Startgelände hinter dem Stadion pilgern und dort die notwendigen letzten Vorbereitungen treffen.

Dann endlich ging es los auf die zwei – ungleich langen – Runden durch Stockholm:

Meine zehn persönlichen Highlights vom Stockholm Marathon

  • Start: Super-Organisation vor dem Start und am Start. Schon die Beutelabgabe war perfekt organisiert. Auch die Hinführung der Teilnehmer zu den einzlenen Startgruppen war super, wenngleich die Startgruppeneinteilung den einen oder anderen Auswärtigen etwas irritiert hat (Startgruppe „J“ = letzte Startgruppe?), insb. als die Luftballons mit 4:30, 5:00 und 5:30 (Stunden wohlgemerkt) direkt in der Startgruppe davor auftauchte – bei den anfangs engen Straßen nicht ganz ideal; aber auch ganz schön, „nach vorne“ zu laufen ;-). Gestartet wurde in zwei Wellen bei allerbester Stimmung unter Teilnehmern und Helfern. Einstimmungsmusik gab es natürlich auch und der ein oder andere Song kam mir durchaus bekannt vor 😉 Hör rein!
  • Die erste Runde (17 km) verlief über die vielen schönen Boulevards Stockholms mit Stimmungs-Hotspots („Heja! Heja! Heja!“) entlang der Strecke, u. a. Strandvägen und Asics Flagship Store; Slussen sowie Centralen und „rund um“ Humlegården.
  • Augen auf beim Citylauf! Die Schönheit der Stadt wird mehr als deutlich, insbesondere am Parlament und Königspalast sowie am Wasser entlang (u. a. Södermalm und Kungsholmen) und auch am imposanten Rathaus Stockholms vorbei.
  • Auf der zweiten Runde (25 km) ging es dann noch eine Extrarunde in den „ländlicheren“ Teil Stockholms, d. h. Djurgården mit Pferderennbahn (Halbmarathon), Museen, Parkanlage, Wäldchen, Gewässer, um dann über Skansen wieder auf die „erste“ Runde zu kommen, um alles von zuvor nochmal genießen zu können. Jetzt weisst du, wie „es längs geht“ 😉
  • „The Bridge“ (KM 8 und 33) – eine weitere echte Besonderheit des Stockholm Marathons und mit einer sauberen Einstimmung zu Beginn (links-rechts-Kurve). Tipp: Auf der ersten Runde erfühlen, was einen auf der 2. erwartet und von der Stimmung tragen lassen!
  • Sensationelle Verpflegung: Wasser/Energydrinks alle paar Kilometer nebst Wasserdusche; Energy-Riegel, daneben aber auch ein Kaffeekränzchen am Rathaus (ca. KM 36); Traubenzucker, Cola, Gemüsebrühe, saure Gurken (!) bei KM 21 … also eine echte Vollverpflegung!
  • (Rock)bands & DJs all over, ob organisiert oder einfach nur aus Lust und Laune ließ sich nicht immer ausmachen; aber es war jedes Mal toll und motivierend, wie bei den Hotspots in Berlin.
  • Specials, wie ein Anfeuer-Spalier bei KM 5 und 30 sowie „Ice Power“ für die Beine (am Anstieg von „The Bridge“ KM 8 und 33)
  • Fiiiinaaaaale: ab KM 41 siehst du schon das Stadion (bzw. den Glockenturm) und freust dich auf die Stadionrunde (dass es 500 m bergauf geht ist daber aber so was von egal ;-)) – das Stadion ist für alle offen, so dass Freunde und Familie dich erwarten können und du eine echte Ehrenrunde drehen kannst. Einfach herrlich!
  • Nach dem Rennen: Party hinter dem Stadion mit Verpflegungsbeutel, Finisher-Shirt (dieses Jahr pink für alle? Is pink really the new black?), Hot Dogs (!), Bier (mit und ohne), abermals sauren Gurken und allem, was das Herz sonst noch so begehrt. Einfach fantastisch! Hot Dog könnte auf die Liste der Lieblingsmahlzeiten nach dem Lauf kommen; saure Gurken eher nicht …

Finisher Shirt, Asics, Stockholm Marathon

Zur Abrundung deiner Laufreise bleibt ein toller Samstagabend (es wird fast nicht dunkel) und ein kompletter Sonntag zum Relaxen, Sightseeing und Stockholm genießen!

Den Stockholm Marathon muss man (mindestens einmal) erlebt haben! Viel Freude! Die Anmeldung fürs nächste Jahr konnte man noch direkt auf der Erholungswiese in Angriff nehmen!



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5 Kommentare

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  4. Debbie @5280Runner in

    Great review! I ran the Stockholm Marathon in 2009. „The Bridge“ was my favorite part of the race. I had trained on hills so getting over the bridge was easier on me than most of the other runners. Great race! Congrats!

  5. Pingback: Marathonvorbereitung: #waytostockholm

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