Testbericht Mizuno: Wave Catalyst + Tights BG 8000II + Tubular Helix LS

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Mizuno Wave Catalyst, die „Performance Compression Tights“ BG 8000II und das Longsleeve-Laufshirt „Tubular Helix LS Tee“ sind Produkte, die uns freundlicherweise von der PR-Agentur von Mizuno Deutschland für unseren Testbericht Mizuno zur Verfügung gestellt wurden und die wir für dich getestet haben.

Runifico Testrun Mizuno

Wir haben das Material bei zwei Laufeinheiten unter die Lupe genommen, weshalb wir dir an dieser Stelle nur einen ersten Eindruck mitgeben können. Die gute Nachricht vorab: Wir konnten keine negativen Begleiterscheinungen, wie Blasen oder wunde Stellen nach der Erstnutzung feststellen – die erste Hürde wurde also erfolgreich genommen 😉

Auf diesen Strecken haben wir getestet:

Teststrecke 1: 10 km im Berliner Grunewald
Untergrund: 75 % Waldboden, 25 % Straße
Temperatur: 3 – 4 °C
Tempo: 5.40 Min/km
Auf den Ohren: Wanda und Mord in Serie, Teil 3
Teststrecke 2: 7 km im Schlosspark Charlottenburg
Untergrund: 100 % Parkboden
Temperatur: 5 – 6 °C
Tempo: 6.30 Min/km
Auf den Ohren: Mord in Serie, Teil 4

Mizuno selbst beschreibt den Wave Catalyst als gestützten Lightweight-Trainer (260 g) mit moderater Dämpfung für Performance Running. In der Tat fällt das geringe Gewicht spürbar positiv auf, sowohl beim In-der-Hand-halten als auch – ungleich wichtiger – beim Laufen. Hat man Betriebstemperatur erreicht, merkt man eigentlich nur noch, dass man eine Sohle unter den Füßen hat, den „Restschuh“ spürt man kaum. Der Testschuh in Größe 44,5 (dieselbe Größe, die sonst beim „Stammschuh“ auch im Einsatz ist) passt, wie es sein sollte: Weder drückt es, noch hat man das Gefühl „zu schwimmen“. Auch im Fersenbereich hat man nicht das Gefühl, dass der Fuss herausrutscht. Allein die Schnürsenkel könnten gute 3 bis 4 cm kürzer sein, aber dieses „Problem“ lässt sich schnell mit einer Schere beheben, falls es stört.

Leicht und stabil

Im Wald machte sich zunächst die geringe Dämpfung bemerkbar: Anders als beispielsweise beim Asics Cumulus spürt man Steine oder Wurzeln deutlicher, ohne dass es jedoch unangenehm wird. Man merkt aber, dass sich der Wave Catalyst auf ebenen Flächen wohler fühlt und eher auf der Straße „zuhause“ ist: Bei höherem Tempo ist er in seinem Element und liefert die nötige Stabilität von der Ferse bis zum Mittelfuß, was vor allem dem Fersenläufer zugute kommt. Das AIRMesh-Obermaterial ist sehr weich und luftdurchlässig – bei Temperaturen kurz über dem Gefrierpunkt merkt man deutlich, wenn der Wind durch die Löcher pfeift, im Sommer und bei längeren Läufen dürfte diese Eigenschaft allerdings ein Segen sein.

Fazit

Technische Daten:

  • Sprengung (Höhenunterschied Zeh/Ferse): 10 mm
  • Fersenhöhe: 26 mm
  • Gewicht: 260 g (Herstellerangabe für die Herrenversion)
  • Lauftyp: gestützt
  • Terrain: Straße
  • Geeignet für: Neutralläufer, leichte Überpronierer

Der Mizuno Wave Catalyst bietet ein ausgewogenes Verhältnis von Flexibilität und Stabilität. Er punktet mit seinem geringen Gewicht, und die Dämpfung scheint optimal auf die Mindestanforderungen eingestellt zu sein. Wer überwiegend auf der Straße oder ebenen Flächen läuft, sollte dem Schuh, der mit einer UVP von 135 € ausgezeichnet ist, eine Chance geben.

Gut verpackt: Compression Tights BG 8000II und Tubular Helix LS Tee

Über den Schuh hinaus durften wir auch „lange Laufhosen“ – Neudeutsch „Tights“ und ein Laufshirt aus der aktuellen Kollektion testen. Fangen wir mal mit den Tights an, einer Kompressionshose mit Bewegungsunterstützung, die für UVP 110 € den Besitzer wechselt. „Kompression“ war neues Terrain für uns, bislang sind wir immer mit „normalen“ Sommer- bzw. Winterhosen unterwegs gewesen. Schon der Packungshinweis ist ein deutliches Indiz dafür, dass man es mit einem Produkt mit besonderen Eigenschaften zu tun hat: Nicht nutzen sollte man die Hose, wenn man an Bluthochdruck oder einer Herzkrankheit leidet oder Probleme mit dem Blutkreislauf hat. Auch wer mit Hautausschlag zu kämpfen hat oder allergische Tendenzen aufweist, sollte vorsichtig sein. Das macht beim Lesen stutzig, sobald man die Hose anhat, ahnt man jedoch, warum es diese Hinweise gibt: Die Hose fühlt sich auf der Haut tatsächlich super eng an – klar, Tights sind immer eng, sonst würden sie nicht so heißen, aber diese sind – frei nach Detlef D. Soost – „so tight, dass es burnt“. Um ehrlich zu sein, ist dieses Gefühl anfänglich recht unangenehm, nach ein paar Minuten hat man sich jedoch daran gewöhnt. Beim Laufen dann hat man tatsächlich den Eindruck, dass man „fest“ unterwegs ist und die Muskulatur textile Hilfestellung erhält, die vorzeitiger Ermüdung vorbeugt. Prinzipiell fanden wir Gefallen am Produkt, jedoch ist es beim Test nach knapp fünf Minuten zu einem unangenehmen Scheuern der Oberschenkel gekommen – die Hose sitzt gefühlt im Schritt etwas tiefer als gewohnt, sodass Haut auf Haut reibt. Abhilfe hat ein straffes „Nach-oben-ziehen“ gebracht. Die Optik ist wie immer Geschmackssache: Die reflektierenden optischen Elemente haben uns gefallen, allerdings glänzt die Hose relativ stark, was nicht zu uneingeschränkter Begeisterung geführt hat.

Anders das Longsleeve „Tubular Helix LS Tee“, welches uns optisch als echter Hingucker begeistern konnte. Das nahtlose Shirt liegt eng an der Haut und tut, was es soll: Die Temperatur im Gleichgewicht halten und Feuchtigkeit nach außen leiten. Bei beiden Testläufen haben wir das Tragen als sehr angenehm empfunden, was eventuell an dem speziellen Kupfergarn liegt, welches für Komfort und kühlende Wirkung sorgt. Mizuno hat hier die Bodymapping-Technologie im Einsatz, welche die Atmungsaktivität verbessern soll. Das Shirt gibt es für UVP 60 € im Handel, und für den Sommer kann man auf den kurzärmeligen „Bruder“ zurückgreifen, dem das „LS“ im Namen fehlt und der für UVP 50 € angeboten wird.

Das Testergebnis in Schulnoten

Wie erwähnt, ist dieser Test der eines ersten Eindrucks. Wir werden in den kommenden Monaten definitiv den Wave Catalyst und das Tubular Helix LS Tee ausgiebig weiter im Einsatz haben, für die BG 8000II Tights wird es hoffentlich schon bald zu warm sein 😉 Im Herbst wird es dann an dieser Stelle ein Update mit einem Langzeiteindruck geben.

Die Benotung für unseren Testbericht Mizuno:

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2 Kommentare

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