Testbericht AfterShokz Trekz Air: Noch leichter als Titanium

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Vor einiger Zeit haben wir über einen ganz besonderen Kopfhörer berichtet. Der Trekz Titanium der amerikanischen Firma AfterShokz  ist ein kabelloser Bluetooth-Kopfhörer, der weder „in ear“ noch „on ear“ ist – sondern quasi „on bone“. Denn er sitzt an den Ohren auf den Knochen auf, und man hört nicht mit den Ohren, sondern – nun ja – mit den Knochen. Der große Vorteil daran: Weil die Ohren frei bleiben, ist man für Umgebungsgeräusche empfänglich, was den Lauf auf der Straße deutlich sicherer macht. Nun durften wir das Nachfolgemodell testen, den TrekzAir. Was es damit auf sich hat und wie wir den „schlanken Bruder“ finden, liest du hier.

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Das Besondere an den Trekz ist, dass man sich nichts in die Ohren stöpseln oder draufsetzen muss: Kopfhörer, die AM Ohr liegen und nicht darauf oder darin. Wie soll das gehen? Das Ganze funktioniert über „Bone Conduction“: Die Lautsprecher sitzen auf den Wangenknochen an den Ohren. Ursprünglich für das Militär entwickelt, soll diese Technik dazu führen, dass man auch Umgebungsgeräusche wahrnimmt, also quasi „doppelt“ hört. Daher wird diese Art der Kopfhörer auch „Open ear“ genannt.

Trekz Air Unboxing

Im Lieferumfang enthalten sind:

  • der Trekz Air Kopfhörer (mit 30 g noch 20 % leichter als sein Vorgänger)
  • ein Micro-USB-Ladekabel (2 Stunden Ladezeit für 6 Stunden ununterbrochenen Betrieb oder 20 Tage Standby)
  • ein Paar Ohrstöpsel, wenn man Umgebungsgeräusche unterdrücken möchte
  • ein hochwertiger (Neopren?)-Beutel zum Verstauen
  • eine Kurzanleitung auf Englisch

Die Inbetriebnahme

Genau so wie beim Vorgänger sitzen die Kopfhörer aufgrund des flexiblen Bügels angenehm auf. Durch das flexible System wird dafür gesorgt, dass der TrekzAir für jede Kopfgröße geeignet ist. Was sofort auffällt: Das neue Modell ist zwar „nur“ 6 g leichter als der Titanium – aber man merkt deutlich, dass etwas „fehlt“. Ich habe das Gewicht beim Titanium nie als störend empfunden, aber der Air ist tatsächlich kaum noch spürbar. Der Bluetooth-Standard wurd auf v4.2 aktualisiert und die Übertragung läuft erneut ohne jeglichen Aussetzer.

Bevor man den Kopfhörer benutzen kann, muss man ihn mit dem Gerät seiner Wahl „pairen“. Das geht genau so schnell wie einfach: Den Powerknopf für 5 Sekunden gedrückt halten, damit der Kopfhörer in den „Pairing-Modus“ versetzt wird, Bluetooth an der Audioquelle aktivieren und auf „Suchen“ stellen, auf Trekz Air tippen, und schon kann es losgehen.

Die „Technik-Einheit“ wurde im Vergleich zum Vorgänger deutlich verkleinert. Das hat dazu geführt, dass die Knöpfe noch dichter aneinandergerückt sind. Allerdings gibt es nur zwei („Plus“ und „Minus“), und der Plus-Knopf hat eine fühlbare Erhebung, sodass man ihn tastend gut „findet“. Das ist deshalb wichtig, weil man natürlich nichts sieht, wenn man den Kopfhörer aufhat und die Tasten dennoch dann und wann bedienen möchte 😉 Komplettiert wird die Einheit durch den Anschluss für das Micro-USB-Kabel. Der Schlitz ist durch eine Gummiabdeckung vor Feuchtigkeit geschützt; die Abeckung lässt sich mit dem Fingernagel gut öffnen. An den beiden Enden des Kopfhörers befinden sich zwei „Dual Noise Canceling“-Mikrofone, am linken Ende ist außen zudem ein kleiner Knopf angebracht, mit dem man beispielsweise Musik pausieren oder Telefonate annehmen und beenden kann.

Die Praxis

Der TrekzAir ist IP5S-zertifiziert; das bedeutet, dass ihm Wasser (und ergo auch Schweiß, denn darum geht es ja schließlich) nichts ausmacht. Die Klangqualität ist einwandfrei, gefühlt ist das leichte Brummen, das man beim Vorgänger verspürte, wenn man „laut und bassig“ gehört hat, deutlich reduziert worden. Die Bedienung erfolgt schnell, intuitiv und zuverlässig; parallel zum Kopfhörer lässt sich beispielsweise die Lautstärke auch nach wie vor über die Audioquelle regeln.

Der Tragekomfort

Wie beim Vorgänger ist ein Titanband, welches die beiden Bögen verbindet für den Halt zuständig. Und dieser ist hervorragend. Es gibt tatsächlich keinerlei wackeln oder ruckeln; während des Laufens muss man nie korrigierend „Hand anlegen“ – einmal aufgesetzt und die Sache hält. Die Verarbeitung ist erwartungsgemäß hochwertig, dem Preis angemessen.

Telefonieren

Neben dem Laufen kann man den Kopfhörer natürlich im beruflichen Alltag (oder im Auto) zum Telefonieren verwenden. Das ersetzt dann beispielsweise die Freisprechanlage – nicht zu unterschätzen, wo telefonieren am Steuer gerade wieder teurer wurde 😉 Sprach- und Hörqualität sind prima, nicht zuletzt aufgrund der geräuschunterdrückenden Mikrofone.

Fazit

Der Trekz Air von Aftershokz ist ein mehr als würdiger Nachfolger des Trekz Titanium. Der kabellose Bluetooth-Kopfhörer ist ein wertvoller Begleiter für den Alltag und vor allem beim Laufen. Die Qualität des Sounds ist aus meiner Sicht für den Einsatzbereich sehr gut. Genießend auf dem heimischen Sofa würde man allerdings sicherlich zu anderen Modellen greifen. Kabellose Bluetooth-Kopfhörer erfreuen sich großer Beliebtheit – nicht zuletzt, weil das iPhone seit kurzem ohne Klinkenstecker daherkommt. Wer sich mit dem Kauf eines Bluetooth-Kopfhörers beschäftigt und ein spezielles Modell für den Sport sucht, sollte sich den Trekz Air auf jeden Fall einmal anschauen.

Den Kopfhörer findest du für 169,95 EUR hier bei Amazon oder für 149,95 USD direkt beim Hersteller. Erhältlich ist der Trekz Air in der neutralen Farbe „Slate“ (grau/schwarz) – anders als beim Vorgänger hat sich man anscheinend auf eine einzige (klassische) Farbvariante beschränkt.

Die Aftershokz Trekz Air Kopfhörer wurden uns vom Hersteller kostenlos zum Testen zur Verfügung gestellt. Auf das Testergebnis hatte diese Tatsache keinen Einfluss.

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