#Lassehatteweihnachtsfeier – Der vierte Teil

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Lauftagebuch, Teil vier

Mittwoch, 06.04.2016

Training läuft 1a. Zwei Wochen hintereinander zweimal die Woche gut 15 km in knapp über 6 Minuten den Kilometer. Die 25 km schaffe ich. Allerdings informiert mich unser Mannschaftskapitän, dass Lars, der Hund, verreist und Marcel, Thomas, Heinz und Carsten verletzt seien, weshalb jeder Mann für unseren Saisonauftakt benötigt werde. Das ist definitiv eine Information, die ich nicht gebraucht habe. Ich sage erstmal gar nichts.

Sonntag, 10.04.2016

Mannschaftssitzung. Lars hat gepetzt. Alle im Team wissen, dass ich zu den 25 km angemeldet bin. Mir wird mitgeteilt, dass ich unsere Mannschaft nicht im Stich lassen könne und überhaupt, was denn an dem Lauf so wichtig sei. Meine wie ich finde völlig berechtigte Frage, was Lars eigentlich zum Saisonauftakt im Urlaub mache, wird überhört. Ich bin in die Enge getrieben und sage zu, für Einzel und Doppel zur Verfügung zu stehen.

Samstag, 16.04.2016

Aus Spaß wird Ernst. Ich habe beschlossen, mir meinen Lauf nicht wegnehmen zu lassen. Immerhin bin ich schon fast 100 km gelaufen. Soll das alles umsonst gewesen sein? Nur sagen kann ich das wohl keinem. Ich stelle mich mental auf einen vollen Sportsonntag ein, schnüre meine Schuhe und laufe 21 Kilometer.

Sonntag, 17.04.2016

Lange zu laufen ist doch relativ anstrengend, wie ich seit gestern weiß. Um alle Körner beisammen zu halten, verzichte ich heute auf das aktive Training und konzentriere mich stattdessen auf das Technikstudium diverser anderer Sportarten vor dem Fernseher.

Mittwoch, 20.04.2016

Das theoretische Training hat mächtig was gebracht. Fehlerfrei absolviere ich heute Schritt für Schritt und habe am Ende 15 km beisammen. Die nächsten drei Wochen werde ich nur noch an Kleinigkeiten feilen müssen. So was wie z. B. Geschwindigkeit.

Samstag, 14.05.2016

Morgen finden die 25 km statt. Ich kaufe eine Banane und eine kleine Colaflasche für den Lauf. Den ganzen Tag über schüttle ich immer wieder die Cola, um die Kohlensäure aus der Flasche zu verdrängen. Ich probiere, nach dem Schütteln den Verschluss immer genau so weit aufzudrehen, dass schnell viel Gas entweicht, meine Hände jedoch nicht klebrig werden. Mal schaffe ich es, mal nicht. Mein Plan für den Lauf sieht vor, dass ich bei Kilometer 19,8 von meiner Frau die Banane und die Cola gereicht bekomme. Ich habe nämlich festgestellt, dass ich nach zwei Stunden laufen immer dringend etwas zu essen brauche, da ich sonst Magenkrämpfe bekomme. Weil Kilometer 19,8 vor unserer Haustür liegt, hat meine Frau gnädigerweise nichts gegen den Plan einzuwenden.

Fortsetzung folgt …

#Lassehatteweihnachtsfeier – Lauf-Tagebuch von einem, der auszog ein Läufer zu werden

Lasse läuft und Lasse schreibt – über seinen unmenschlichen Weg zu einer außergewöhnlichen Leistung. Der über Jahre im Breitensport erfolglos agierende Autor macht den Menschen in diesem Land Hoffnung. Seine These: Auch Sie können aus Ihrem Hier und Jetzt ausbrechen und als prinzipiell mittelmäßiger Hobbysportler eine annehmbare Leistung vollbringen.

Natürlich werden die Wenigsten den gleichen Weg gehen. Das ist wie mit Kochsendungen: Die Gerichte kocht auch keiner nach. Aber der Wille zählt, der Berg ruft. Und nicht vergessen, immer an das olympische Motto denken: Man muss nicht unbedingt der Beste sein. Es reicht völlig, wenn man gewinnt.




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