So schreibst du ein Lauftagebuch für die Ewigkeit

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Wozu braucht man eigentlich ein Lauftagebuch? Mal abgesehen von nostalgischen Gründen ist ein sorgfältig gepflegtes Lauftagebuch eine wunderbare Dokumentation deiner Leistung – und auch deines Leistungsfortschritts. Gleichzeitig kann es dir den Tick Extra-Motivation geben, wenn du nur noch einen kleinen Lauf brauchst, um die Woche/den Monat erfolgreich abzuschließen. Und mal Hand aufs Herz: Du trackst doch wahrscheinlich eh die meisten Läufe mit App und Watch, oder? 😉 Von da ist es dann nur noch ein kleiner Schritt zum Buch.

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Wir leben in modernen Zeiten – da gibt es allerlei elektronische Hilfsmittel/Apps etc., die dir den passenden Rahmen für deine Aufzeichnungen bieten. Auf der anderen Seite kann es auch ganz schön sein, das Ganze auf die altmodische Art zu machen: Ein schickes gebundenes Buch und ein Kugelschreiber und los geht’s. (Wem beides nicht zusagt, dem bleibt natürlich noch die gute alte Excel-Tabelle.) Bist du auf der technischen Seite optimal aufgestellt, bleibt noch die Frage nach dem Inhalt: Was schreib ich denn nun eigentlich? Wir möchten dir ein paar Tipps für die richtigen Zutaten geben, anhand unserer

10 Tipps – Das gehört in dein Lauftagebuch

  1. Das Datum – Es bringt Ordnung in deine Aufzeichnung und lässt dich deine Leistungssteigerung messen. Ein schöner Nebeneffekt dabei (Facebook lässt grüßen): Jahrestage für Erinnerungen. So schnell/langsam/fleißig/faul warst du heute vor 1/5/10 Jahren …
  2. Ort und Strecke – Es ist einfach immer wieder schön zu sehen, wo man überall schon gelaufen ist. Insbesondere, wenn man den Urlaub damit verbindet oder für einen Städtelauf oder Marathon reist.
  3. Die Streckenlänge (Distanz) – Früher musste man das mehr schlecht als recht mit dem Fahrrad abfahren oder mit anderen Hilfsmitteln wie Schrittzählern vermessen. Heute ist das mit der passenden Laufuhr per GPS natürlich deutlich genauer.
  4. Die Zeit – Du bist dein Timekeeper, bleib ehrlich 😉 Bei Intervallen schreibst du auch die Einzelzeiten auf, um vergleichen zu können.
  5. Durchschnitt (pro Kilometer/Tempo) – Mathe hoch zwei, selbst mit Excel (warum hat die Stunde denn auch nur 60 Minuten und nicht 100 😉 )
  6. Das Streckenprofil – Untergrund und Gelände, Steigungen, gar Berge.
  7. Wetter/äußere Bedingungen – Sonne, Kälte, Schnee, Graupel, Matsch, Regen. Das erklärt im Zweifel Ausschläge in den Zeiten …
  8. Dein/e Laufpartner – Warst du alleine oder zu zweit oder mit einer Laufgruppe unterwegs? Oder warst du gar hierdurch abgelenkt? Das wäre dann fast ein Eintrag für dein „richtiges“ Tagebuch. 😉
  9. Dein persönliches Befinden – Wie bist du drauf gewesen? Musstest du dich quälen oder bist du leichtfüßig geschwebt? Eventuell ergänzt du hier auch noch das jeweilige Paar Laufschuhe, mit dem du unterwegs warst – das kann einen sehr großen Einfluss auf das Befinden haben.
  10. Sonstige Bemerkungen (Puls, besondere Vorkommnisse, z. B. Begegnung mit Hund, Unwohlsein, Burger&Bier vor dem Lauf, Müdigkeit, Muskelkater …)

Dranbleiben lohnt!

Wenn du vorhast ein Lauftagebuch zu schreiben, solltest du dir darüber bewusst sein, dass du ein wenig Disziplin mitbringen musst. Vor allem nach langen, anstrengenden Läufen hast du eventuell keine Lust mehr, die Schmerzen auch noch für die Ewigkeit festzuhalten … Aber sei gewiss: Der Aufwand lohnt sich, denn nach einiger Zeit hast du eine tolle Sammlung zusammen, anhand derer du später ganze Saisons/Jahre noch einmal nachvollziehen kannst. Spätestens im hohen Alter dürfte dir die Lektüre zum Genuss werden – erst recht, wenn du sie eventuell mit deinen Enkeln teilen kannst … 😉

PS Wer hätte das gedacht? Auch von Poldi gibt es ein (geheimes) Tagebuch – sehr hörenswert … 😉



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